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Erfahrung von Amurskii

 
Obwohl ich in meinem Elternhaus reichlich Möglichkeiten hatte meinen Drang als Direktor meines persönlichen „Zoos“ auszuleben, ergab sich für mich erst im Jahr 1979 im Alter von 23 Jahren, der erste, intensivere Kontakt zu einer Hauskatze, welche ich mehrfach im Jahr zur Urlaubspflege zu mir in die Studentenbude aufnahm. Daraus entstand schnell gegenseitige Wertschätzung. Die Besitzer der Katze wollten sie alsbald loswerden. So zog im Jahr 1980 Balduine als mein erster eigener Stubentiger im Alter von einem knappen Jahr bei mir ein. Bald entschied ich mich dafür eine zweite Katze als Spielgefährtin dazu zu nehmen. Es sollte eine Abessinierkatze sein, die mit meinen Augen einer Miniaturausgabe von einem Puma entsprach. Und sie sollte einmal Nachwuchs aufziehen. So schlitterte ich, nach einem ersten Katzenwurf, so nach und nach in die Hobby-Katzenzucht. Unter dem Zwingernamen Fuechslein´s habe ich seit 1982 Abessinier und Somalikatzen gezüchtet. 11 auf einander folgende Generationen Abessinier und Somalis sind bis zum Jahr 2003 aus dieser Zucht hervor gegangen und in manchen Somalistammbaum aus heutiger Zeit eingewoben.

Platz ist auf dem kleinsten Stuhl
Shamu und Pardina bei der Siesta

Bereits 1988 begann ich mich für Bengalen zu interessieren. Damals gelangten die ersten Leopardetten, wie sie damals genannt wurden, aus der Zucht von Jean Mill aus Kalifornien in den Taunus. Die ersten Generationen in Europa zeigten allerdings noch nicht die heutige Zeichnungsvielfalt der Rasse. Anfang der 90er wurde ich erstmals Mitglied bei der TIBCS. 1996 besuchte ich Jean Mill bei einem Aufenthalt in Los Angeles. Jean prophezeite mir damals, dass ich binnen 5 Jahren zum Bengalzüchter werden würde.

Schneller als ich es selbst geglaubt hätte, zog ein Jahr später, 1997, meine erste Bengal Nejade de Saint Cyr bei mir ein. Nejade hatte selbst eine plakative, doch relativ dezente Rosettenzeichnung. Ihre Rosetten waren zweifellos zweifarbig, doch das Zentrum der Rosette derart dunkel, dass nur wenige andere Züchter die Nuance wahrgenommen haben. Mit dieser für ihre Zeit wunderschönen Katze und der Zusammenarbeit mit ihrer Züchterin, Susanne Kircher, lernte ich den bezaubernden Charme der Bengal schätzen und lieben.

1999 stellte ich in meinem Verein die ersten selbst gezüchteten Bengalen aus. Im Jahr 2000 machte ich eine Ausstellungskampagne mit meiner schönen Bengalkatze Fuechslein´s Jabadji. Sie wurde dabei zum Grand Champion. Mein wildfarbener Somalikater Fuechslein´s Grand Canyon, der nur so zum Spaß mitreiste, schaffte es während des gleichen Zeitraums, als erster und bisher als einziger Somali im 1.DEKZV, meinem damaligen Verein, zur besten Kurzhaarkatze der Saison gekürt zu werden.

In nur 5 Ausstellungen gelang es Jabadji´s jüngerem Bruder, Fuechslein´s Ludjian, bekannter unter seinem Spitznamen Pavarotti, die Ausstellungskarriere seiner Schwester zu überflügeln. Pavarotti bewies eindrucksvoll durch sein sympathisches Wesen, dass er der geborene Showstar war. Dafür zeigte er sich allen Showrichtern und Zuschauern von seiner besten Seite. Von 8 besuchten Ausstellungen wurde er 7 Male nominiert und gewann 6 Male die Best in Show Wahl.

Im Jahr 2001 lernte ich erstmals durch den Besuch mehrerer CFA-Ausstellungen das amerikanische Ringrichten kennen. Dieses Showsystem empfinde ich als sehr viel entspannter und angenehmer für die meisten Aussteller. Die Konsequenz daraus zog ich durch einen Vereinswechsel von der FIFé zur TICA (beim CFA ist die Bengal bis heute keine anerkannte Katzenrasse, so kam folgerichtig nur die TICA für mich als Verein in Frage). Mit dem Wechsel zur TICA musste ein für die Bengalen passender Züchtername ausgewählt werden. Wie es zur Wahl meines neuen Zwingernamens Amurskii kam, erfahren Sie hier. Zusammengefasst blicke ich nun (Stand 2006) zurück auf 24 Jahre in der Cat Fancy, 34 Katzenwürfe und Einiges an Katzenshow-Erfahrung. Ergänzt wird meine Karriere auch durch vier Fernsehauftritte als Katzenexperte in der ZDF-Sendung „Risiko“. Als Autor mehrerer Artikel in der Zeitschrift Katzen Extra sowie in deren Pendant, dem Schweizer Katzenmagazin, habe ich - so weit meine berufliche Situation dies zuließ - versucht andere Katzenliebhaber von meinem Erfahrungsschatz profitieren zu lassen.

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