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Checkliste

 
oder: welche Gebrauchsgegenstände gehören zur Grundausstattung bei einer artgerechten Katzenhaltung?
Transportbehälter
Körbe und Korbhöhlen sind zum Transport denkbar unpraktisch und unhygienisch. Bei den meisten Körben sind die Gitter zu locker befestigt und das Metallraster zu weit auseinander. Dadurch entsteht ein unnötiges Unfallrisiko. Manche Situationen ängstigen die Katze derart oder ein längerer Transport führt zu einem Bedürfnis sich zu entleeren. Bei Körben fließt Urin durch das Geflecht und die Umgebung, z.B. das Auto, wird verunreinigt. Eine gründliche Reinigung nach dem Tierarztbesuch ist auch nicht möglich und erhöht somit das Infektionsrisiko. Rundum-Gitterkäfige mit Tragegriff bieten Zuggefahr und machen den meisten Katzen Angst. Katzen ziehen sich in fremder Umgebung lieber etwas zurück.

dieser Transportbehälter ist leicht zu reinigen, zerlegbar und auch stabil genug für einen schwer bemuskelten, ausgewachsenen Bengalkater. Model Shamu zeigt, wie´s geht.

Bleibt als beste aller Möglichkeiten einen Kunststofftransportbehälter, in der Fachsprache Transport-Kennel, aus dem Fachhandel als gutes Transportmittel zu empfehlen. Die Größe des Kennels muss zur Größe der ausgewachsenen Katze passen. Die Stabilität richtet sich nach dem Gewicht einer ausgewachsenen Bengalkatze. Normalgewichtige Bengalkatzen können gut bis zu 5 ½ kg und Kater bis zu 8 ½ Kg wiegen.

Kratzbaum oder andere Kletter- bzw. Kratzmöglichkeit, aufgestellt an einem Ort, den die Katze liebt. Abstellräume sind ungeeignet, bestenfalls als zweite, zusätzliche Möglichkeit für diesen Zweck. Sondern dort wo die Katze lebt, braucht sie diese Bewegungs-, Kletter- und Spielmöglichkeit. Ist unerlässlich für die Gesundheit der Katze als Sportgerät und auch, damit nicht Möbel die Krallen spüren müssen. Ein Kratzbaum muss stabil stehen bzw. befestigt sein und es ist unbedingt erforderlich, dass die Katze sich beim Krallenschärfen ausstrecken kann. Eine Pfostenhöhe von 80 bis 100 cm reicht zum Krallenwetzen für eine ausgewachsene Bengal. Zum Klettern und Sport treiben ist ein Kratzbaum in Raumhöhe das beste Mittel der Wahl. So kann Ihre Katze sich austoben und ihre Energien kanalisieren, ohne die Möbel schädigen zu müssen. Je größer das Domizil, desto mehr Kratzmöbel sollten vorhanden sein. Es reicht zwar ein großer Kletterbaum aus, doch in einem großen Haus mit mehreren Ebenen ist angeraten, mehrere Kratzstellen anzubieten, zumindest eine auf jeder Ebene.

Ein Kratzbaum mit hoch gelegener Liegemöglichkeit hat eine weitere Funktion. Katzen lieben es nämlich optimale Übersicht zu genießen.

Abbildung links: Unser großer Kratzbaum ist eine raumhohe Einzelanfertigung vom Schreiner, mit Liegeplatz oberhalb des Türstockes.

Katzentoilette
Im Fachhandel gibt es reichlich Auswahl an Katzentoiletten. Die meisten davon sind für erwachsene Bengalkatzen viel zu klein und daher vollkommen ungeeignet. Bitte keine Ecklösung anbieten, sondern ein rechteckige, großzügig bemessene Form. Bengalen als eine natürliche, nicht überzüchtete Katzenrasse benötigen Katzenklos in passenden Abmessungen. Die Katze muss, insbesondere wenn ein „Dach“ aufliegt, ohne sich ducken zu müssen, ihre bevorzugte Hockhaltung einnehmen können. Jede Katze, egal welcher Rasse, setzt sich mit eher „rundem Rücken“ hin und hierfür benötigt Ihr Tier einfach genug Raum, ohne mit Kopf, Ohren oder gar Rücken am Deckel anzustoßen. Eine große, standfeste Waschschüssel aus Kunststoff oder manche rechteckige Kunststoffcontainer aus dem Baumarkt erfüllen denselben Zweck. Wichtig ist, dass diese Toilette so platziert wird, dass es der Katze auch Spaß macht sie zu besuchen. Wenn wir an unseren letzten, rustikalen Schwedenurlaub zurückdenken, so war es am ungemütlichsten des Nachts bei Regen mit Schirm und Taschenlampe über den Hof zu geistern, um das Häuschen mit Herz zu besuchen. Die richtige, bequeme Platzierung, nicht über drei Treppen entfernt über einen tropfnassen Boden zu erreichen, entscheidet bei jeder Katze – jeder Rasse – über die Absetzgewohnheiten und Stubenreinheit…

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie in unserem ausführlichen Artikel rund ums Thema Katzenstreu.

ein Wassernapf mit breitem Rand steht sehr stabil und ist weniger gefährdet, beim Spiel mit dem Wasser umzufallen. Da Bengalen sehr wasserliebend sind, vorteilhaft. Solche Näpfe werden im Handel für kleine Hunde angeboten.

Wasser- und Futternäpfe
Als Wassernapf empfehle ich einen Trinknapf für kleine Hunde zu erwerben. Diese speziellen Näpfe gibt es aus Kunststoff und zuweilen aus Edelstahl gefertigt. Dieser für Bengalen optimal geeignete Trinknapf besitzt einen Deckel mit verkleinerter Trinköffnung. Besonders praktisch an diesen Näpfen ist, dass sie durch die große Standfläche und das etwas umfangreichere Volumen relativ schwer Angriffsfläche zum Umfallen bieten und durch den breiten Deckelrand auch bei sehr verspielten Katzen nicht viel Wasser herausschwappt. Da Bengalkatzen häufig so Wasser liebend sind, dass sie gerne ihr Spielzeug im Wassernapf schwimmen lassen und herum plantschen ist die Standfestigkeit sehr nützlich.

Katzengras
sehr gut geeignet ist Gras von der Wiese. Aus der Gärtnerei sind ungespritzte Pflanzen im Topf (zur Sicherheit noch gründlich in der Wanne oder Dusche sauber spülen), z.B. Zyperngras oder spezielles Katzengras erhältlich. Diese drei Varianten empfehle ich besonders.
Im Zoohandel werden auch Weizenkörner angeboten, welche man selbst zum Keimen bringen kann (je nach Jahreszeit innert 3-5 Tagen mit ca. 10cm die beste Größe). Die gekeimten Weizenkörner sind für die meisten Katzen nur in den ersten paar Tagen attraktiv. Das Interesse daran lässt bei meinen Katzen nach ganz kurzer Zeit zu wünschen übrig.

Zur Fellpflege: eine nicht zu harte und nicht zu feine Bürste. Krallenschere, um die rasiermesserscharfen Krallenspitzen leicht zu stutzen. Bitte vom Züchter vor Kauf und Gebrauch der Schere erläutern lassen.

DAS WICHTIGSTE: Reichlich Spielzeug wie Tischtennisbälle, Katzenangel (leicht selbst zu basteln mit Bambusstab, Schnur und Korken), Fellmäuschen (bevorzugt mit Glocke innen, Katzen spielen auch mit dem Gehörsinn!) oder auch mit Katzenminze gefüllte Leinensäckchen. Vorsicht: keine unverdaulichen, schluckbaren Gegenstände, z.B. Plastik, Alufolie, Gummi oder Bonbonpapiere ohne Aufsicht den Tieren überlassen! Eine Dose Leckereien, oder auch Hefetabletten als Belohnung oder zum positiven Erziehen (z.B. „Kommen auf namentlichen Ruf“ oder Kommen auf „Schütteln der Dose“) sind hilfreich.

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